Screen-Peas
klein - grün - satirisch
ein Umweltmagazin

Nr.9
Stand:03.02.1997

Die nächste Ausgabe
erscheint am 17.02.1997


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Kampagne für den Fleischverzehr wider die roten Tomaten
Unter ökologisch orientierten Bundesbürgern hat sich ein Irrglaube weit verbreitet: Fleisch sei aus ökologischen Gründen abzulehnen, weil bei der Produktion viel zu viel Energie im Verhältnis zum Nährwert des Fleisches verbraucht wird.
Diese These kann jetzt widerlegt werden: Für die Produktion einer Kalorie Nahrungsmittelenergie müssen bei Fleisch bis zu 35 Kalorien Fremdenergie investiert werden. Bei der Produktion von Gewächshausgemüse im Winter werden in Holland bis zu 575 Kalorien Fremdenergie zum Heizen der Gewächshäuser verpulvert, um eine Lebensmittelkalorie zu erzeugen*.
Zwar könnte man jetzt anmerken, daß es aus ökologischer Sicht noch viel sinnvoller wäre, die winterlichen Hollandtomaten statt mit Fleisch lieber mit Produkten aus extensiv betriebener Landwirtschaft zu vergleichen. Z.B muß beim extensiven Anbau von Kartoffeln für eine Lebensmittelkalorie nur ein Zwanzigstel Fremdenergiekalorie aufgewandt werden.
Bei solchen Kalkulationen wurde aber ein entscheidender Faktor vergessen, der aus ökologischer Sicht sehr für eine Fortsetzung des Fleischverzehrs spricht, weil dadurch längerfristig eine besonders radikale Reduzierung des Energieverbrauchs zu erwarten ist: Menschen, die aufgrund von BSE, Salmonellen, Antibiotikaresistenz, Fleischvergiftungen etc. erkranken, brauchen in vielen Fällen bald keine einzige Kalorie Fremdenergie mehr.

Von Maike Franzen

*(Quelle: Weizsäcker /B.Lovins/L.H.Lovins:
Faktor Vier: Doppelter Wohlstand - halbierter Naturverbrauch)

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