Screen-Peas
klein - grün - satirisch
ein Umweltmagazin

Nr.14
Stand: 09. Juni 1997

Die nächste Ausgabe
erscheint am 07. Juli 1997


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Städte besetzen

Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit hat eine katastrophale Entwicklung stattgefunden: Die heimliche Besetzung eines großen Teiles unserer Städte durch quasi- militärische Truppen, die sich dort verschanzt haben. Die Rede ist von den unzähligen Baustellen, dem Tummelplatz von Hoch- und Tiefbau-Truppen, die inzwischen fester Bestandteil aller menschlichen Ansiedlungen geworden sind.
Screen-Peaslegt den Finger auf dieses Geschwür: Diese Baustellen stellen eine beklagenswerte Belastung der Umwelt dar! Wer kennt sie nicht, die typische Baustelle: Zentral und strategisch plaziert, rundherum gesichert durch Zäune, Umleitungen und Verbotschilder, dahinter Gerüste, Maschinen, Materialstapel, Büro- und Wohncontainer, Rangierplätze, nicht zu vergessen Parkplätze - und darin alles ausgestorben, keine menschliche Regung, kein erkennbarer Baufortschritt. Und alles auf jahrelange Dauer eingerichtet: Stätten der Unwirtlichkeit und der Ödnis.
Es ist offensichtlich, daß diese Baustellen nicht durch die Bauvorhaben selbst bedingt sind. Es scheint vielmehr unmöglich zu sein, die an einem Bauvorhaben Beteiligten dazu zu bringen, ihre Aufgaben termingemäß auszuführen, sodaß ein Bauvorhaben aus einer endlosen Kette von Wartezeiten besteht und die Gesamtdauer gegen unendlich strebt. Und ferner verzichtet das Baugewerbe auf eigene Lagerkapazitäten für Ausrüstung und Materialien, und nutzt deshalb die einmal eingerichteten Baustellen langfristig und konsequent als Lager.
Es ist aber noch eine andere Möglichkeit in Betracht zu ziehen: Vielleicht sind die Baustellen nur Tarnung und dahinter verbergen sich die Stützpunkte von Außerirdischen, die uns unterwandern und die strategische Ausgangsbasis für eine Machtübernahme auf der Erde schaffen wollen.
Was ist zu tun, wie kann dieser Schrecken bekämpft werden? Die naheliegendste Maßnahme wäre natürlich eine marktwirtschaftliche, wenn jeder Bauunternehmer - irdisch oder nicht - eine Miete von mindestens DM 100 pro Monat und Quadratmeter in Anspruch genommenen öffentlichen Bodens zu zahlen hätte. Endlich wäre es soweit, daß Unternehmer für bisher "kostenlose" Ressourcen bezahlen müssen. Und wer weíß, vielleicht wäre das ein Anlaß, die Baustellen ins Ausland zu verlagern?!
Davon unabhängig schlägt Screen-Peas folgende umweltwirksame Sofortmaßnahme vor: Laßt uns die Baustellen bepflanzen! Bei der langfristigen Anlage der Baustellen haben die Pflanzen ausreichend Zeit, sich zu entwickeln und in den Stadtlandschaften neue Oasen des Grüns zu bilden. Und die Außerirdischen würden von ihren Nachschubbasen abgeschnitten, denn die grün bewachsenen Baustellen wären aus dem Weltraum nicht mehr zu lokalisieren!

Erstellt: 09.06.97 Lübbert Kok

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Das Screen-Peas Magazin wird herausgegeben von Lübbert Kok und Maike Franzen (Die Lernsoftwerker)

Alle Rechte an den veröffentlichten Texten und Zeichnungen liegen bei den Herausgebern - Kopieren nur mit Genehmigung. Zitieren von Ausschnitten (mit Quellen-Angabe) ist gestattet und sogar gern gesehen.

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